Zum 150-jährigen Jubiläum von Colorado präsentiert das MCA Denver „Colorado Currents
Das Museum of Contemporary Art Denver (MCA Denver) zeigt vom 24. Juli bis zum 1. November 2026 die Gruppenausstellung „Colorado Currents“. Mehr als 100 Werke von 28 Künstlern und Künstlerinnen mit enger Verbindung zu Colorado eröffnen einen vielschichtigen Blick auf den Bundesstaat und seine kulturellen, sozialen und ökologischen Entwicklungen. Über Generationen und künstlerische Disziplinen hinweg versammelt die Ausstellung Positionen, die auf persönlicher Erfahrung, Forschung und einer intensiven Auseinandersetzung mit Ort, Identität und Geschichte basieren.
Ein Jubiläumsjahr als Anlass zur Reflexion
Die Ausstellung fällt in ein Jahr bedeutender Jubiläen: 2026 feiern die Vereinigten Staaten ihr 250-jähriges Bestehen, Colorado sein 150-jähriges Staatsjubiläum und das MCA Denver sein 30-jähriges Bestehen. Vor diesem Hintergrund fragt „Colorado Currents“, wie Colorado heute verstanden werden kann, welche überlieferten Narrative einer Neubetrachtung bedürfen und wie neue Perspektiven das Bild des Mountain West erweitern können.
Zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Als Ausstellung und Forschungsprojekt zugleich untersucht „Colorado Currents“ das Zusammenspiel von historischem Erbe und gegenwärtigen Entwicklungen. Die beteiligten Künstler und Künstlerinnen setzen sich unter anderem mit indigenen Gemeinschaften, Bergbau- und Pioniergeschichten, Arbeitswelten sowie den Landschaften Colorados auseinander. Weitere Themen sind die Folgen von Dürre und Waldbränden, die lokale Flora und Fauna sowie die Auswirkungen rascher städtischer Veränderungen.
Vielfalt der Perspektiven
Auch Fragen von Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Protest und kultureller Identität prägen die Ausstellung. Popkulturelle Bezüge und die Veränderungen urbaner Nachbarschaften ergänzen das facettenreiche Bild einer Region im Wandel. „Colorado Currents“ versteht sich nicht als vollständige Bestandsaufnahme, sondern als Einladung, Colorado als dynamischen und vielstimmigen Raum zu betrachten. Das gibt der Name „Currents“, also Strömungen auch her.
Zusammenarbeit im gesamten Bundesstaat
Für die Entwicklung der Ausstellung berief das MCA Denver eine kuratorische Beratergruppe mit Vertretern und Vertreterinnen aus verschiedenen Regionen Colorados ein. Der kollaborative Prozess förderte eine geografisch und generationell vielfältige Auswahl von Künstlerinnen und legte besonderen Wert auf Stimmen außerhalb des Großraums Denver.
Öffnungszeiten und Preise
Das MCA Denver ist dienstags bis freitags von 12 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 14 US-Dollar (ca. 12 Euro) für Erwachsene, ermäßigte Tickets für Studierende und Senior*innen kosten 11 US-Dollar. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei. Von Dienstag bis Donnerstag gilt ab 17 Uhr ein vergünstigter Eintrittspreis von 5 US-Dollar (ca. 4,40 Euro). Das MCA liegt in Dowtown Denver unweit der historischen Union Station und verfügt über einen kleinen Dachgarten mit Café. www.mcadenver.org
An „Colorado Currents“ teilnehmende Künsterinnen und Künstler:
Libby Barbee; JayCee Beyale; Esteban Cabeza de Baca; Marcus Correa; DesertArtLAB (April Bojorquez und Matt Garcia); Devon Dikeou; Maeve Eichelberger; Lydia Farrell; Carlos Frésquez; Steven Frost; Ana González Barragán; Chelsea Kaiah; Erin Hyunhee Kang; Margaret Kasahara; Grace Kennison; Ben Kinsley; George Curtis Levi; Halcyon Levi; Evan Forrest Mann; Keith Mayerson; David Ocelotl Garcia; Erika Osborne; Caleb Hahne Quintana; Ronald Rael; Kelly Sears; Kristopher Wright.
