Must-Sees und Geheimtipps

Regenwald, Pazifikküste und Hochgebirge liegen in Washington State dicht beieinander. Mit dem Olympic, Mount Rainier und North Cascades National Park bündelt die Region drei sehr unterschiedliche Naturräume. Neben bekannten Landschaften gibt es zahlreiche Geheimtipps zu entdecken.

Olympic National Park: Kontraste zwischen Küste und Regenwald

Der Olympic National Park zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe und vereint mehrere Landschaftsformen in einem Schutzgebiet: schneebedeckte Gipfel, über 110 Kilometer Pazifikküste sowie uralte gemäßigte Regenwälder.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Nationalpark ist die malerische Hafenstadt Port Townsend. Von hier starten auch Walbeobachtungstouren. Am Fuße der Bergkette liegt Port Angeles, die ideale Basis für eine Erkundung des Panoramas der Hurricane Ridge.

Zu den beliebten Highlights des Nationalparks gehören der Hoh Rain Forest und die wilde Küstenlandschaft am Rialto Beach. Die Region rund um den majestätischen Lake Quinault ermöglicht Wanderungen in Stille fernab der touristischen Hotspots. Wasserfälle und der dortige Regenwald mit seinen moosbewachsenen Baumriesen schaffen eine einzigartig mystische Atmosphäre.

Mount Rainier National Park: Vulkan inmitten von Wiesen und Wäldern

Der Mount Rainier prägt als vergletscherter Vulkan das Landschaftsbild im Süden des Bundesstaates. Wildblumenwiesen, jahrtausendealte Wälder und zahlreiche Wanderwege sind charakteristisch für den Nationalpark.

Die Orte Enumclaw, Ashford und Packwood erschließen unterschiedliche Seiten des Parks und ermöglichen jeweils eigene Perspektiven auf den Berg. Enumclaw bietet Zugang zum ruhigeren Nordost-Eingang. Mit dem Auto gelangt man von hier ins Gebiet Sunrise mit seinen spektakulären Aussichten. Von Ashford aus lässt sich das beliebte Paradise erkunden. Packwood ist der Startpunkt in den weniger bekannten südöstlichen Teil des Parks. Dazu gehören die dichten Wälder der Region Ohanapecosh, die sich entlang des gleichnamigen Flusses erstrecken.

North Cascades National Park: Abgeschiedene Bergwelten

Der North Cascades National Park ist der Geheimtipp unter Washingtons Nationalparks. Hier dominieren rund 300 Gletscher, schroffe Gipfel und alpine Bergseen die Landschaft. Der Park bietet viele Ecken für Besucher, die die Natur ganz für sich genießen wollen.

Ideal zum Abschalten fernab der Zivilisation ist Stehekin am nördlichen Ende des Lake Chelan. Das abgelegene Dorf ist ausschließlich per Boot oder Wasserflugzeug erreichbar.

Für Wanderfans hält der Nationalpark zahlreiche ruhige Wege mit traumhaftem Panorama bereit. Die weniger bekannte Alternative zum Cascade Pass ist der Hidden Lakes Peak Trail mit Blick auf den Pass. Ein Aussichtspunkt mit Rundumblick auf den Mount Baker und die umgebenden Gletscher ist der Park Butte Lookout.

Hinweise für die Reiseplanung

Die ideale Reisezeit für Washingtons Nationalparks sind der der ruhigere September und Oktober. Ein Besuch im frühen Herbst lohnt sich doppelt im North Cascades National Park, da sich die Nadeln der Lärchen goldgelb färben. Auch im Mount Rainier und Olympic National Park erstrahlen die Blätter in einigen Regionen in Herbstfarben. Achtung: Im Frühling sind höhergelegene Gebiete in den Parks aufgrund von Schneefall noch nicht zugänglich. Sunrise im Mount Rainier National Park ist meist erst gegen Ende Juni/Anfang Juli erreichbar, während die Straßen nach Paradise schon früher befahrbar sind. Mehr Informationen zu Straßensperrungen etc. gibt der National Park Service.

Spartipp: Mit dem America the Beautiful Pass erhalten Reisende Zugang zu über 2000 Nationalparks und weiteren Naturgebieten in den USA. Washingtons Scenic Byways (Panoramastraßen) wie der Cascade Loop bieten die Möglichkeit, die Nationalparks und weitere Orte strukturiert entlang einer malerischen Route zu entdecken.

Der Seattle-Tacoma International Airport (SEA) ist das zentrale Eingangstor für eine Erkundung Washington States und nonstop erreichbar: Im Sommer 2026 fliegt Condor ab Frankfurt täglich und Lufthansa ab München 3x wöchentlich.

Nach oder vor der Erkundung der Naturwunder des Bundesstaats ist der Port of Seattle der ideale Ausgangspunkt für eine Kreuzfahrt. Der Hafen baut dieses Jahr sein breites Angebot an Alaska-Kreuzfahrten weiter aus. Im Mai 2026 wird Virgin Voyages mit der luxuriösen Brilliant Lady erstmals von Seattle nach Alaska aufbrechen. MSC Cruises debütiert ab dem 11. Mai mit der MSC Poesia und nimmt ebenfalls Kurs auf Alaska.