Authentisch Kulinarik, Kultur und Natur entdecken
Großstädte wie Boston zählen zu den bekanntesten Reisezielen Neuenglands. Gleichzeitig wächst das Interesse an kleineren Städten und Dörfern, die Kultur, Kulinarik und Natur miteinander verbinden. Die historischen Kleinstädte bieten zahlreiche Möglichkeiten, die Region abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten ganz authentisch kennenzulernen.
Connecticut: Nostalgische Zugfahrten und Kleinstadtbummel
Manchester lädt mit seiner fußgängerfreundlichen Main Street zum Bummeln durch inhabergeführte Geschäfte und historische Seitenstraßen ein. Entspannung verspricht der Center Memorial Park. Kulturinteressierte statten der historischen Mary Cheney Library einen Besuch ab.
Das Essex Township mit den Ortsteilen Centerbrook, Essex und Ivoryton steht für klassische Neuengland-Idylle mit Kunst- und Antiquitätenläden. Der historische Essex Steam Train fährt durch das Connecticut River Valley und verbindet nostalgische Zugromantik mit eindrucksvollen Naturkulissen. Ergänzend werden Schifffahrten auf dem Fluss angeboten. Im Connecticut River Museum ist unter anderem ein originalgetreuer Nachbau des ersten amerikanischen U-Boots zu sehen.
Maine: Küstenflair und Farm-to-Table
Das maritime Küstenstädtchen Belfast verbindet historische Viertel mit einer lebendigen Kultur- und Kulinarikszene. Besucher stöbern in Buchhandlungen und Galerien, genießen frische Meeresfrüchte am Hafen oder besuchen Aufführungen im Colonial Theatre im Art-déco-Stil. Der United Farmers Market of Maine bringt mehr als 70 Anbieter und Live-Musik zusammen. Viele Gäste zieht zudem das familiengeführte vegetarische Restaurant Chase’s Daily an, das Produkte von der eigenen Farm verarbeitet.
Ellsworth punktet mit einer lebendigen Main Street voller Geschäfte, Restaurants und Galerien. Der Union River fließt mitten durch die Stadt und eröffnet Ausblicke auf die umliegenden Fluss- und Küstenlandschaften. Das historische Grand Theatre ergänzt das kulturelle Angebot.
New Hampshire: Wintersportgeschichte und amerikanische Unabhängigkeit
Exeter eignet sich für Spaziergänge entlang des Squamscott River und durch den Robert H. Stewart Waterfront Park. Im American Independence Center tauchen Besucher in die Zeit der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung ein.
North Conway bietet neben Shoppingmöglichkeiten auch ein interessantes Kulturprogramm. Das New England Ski Museum beleuchtet die Entwicklung des Skisports in Neuengland und erzählt die Geschichte österreichischer Skipioniere in den USA. Theateraufführungen im historischen Eastern Slope Inn Playhouse sorgen für Unterhaltung am Abend.
Massachusetts: Kunst, Kulinarik und Hexengeschichte
Northampton gilt als liberalste Stadt der USA und als lesbische Hauptstadt des Landes. Gleichzeitig ist die Stadt für ihre Kunstszene bekannt, die vom Smith College und dem Smith College Museum of Art geprägt wird. Der Farmers Market und die familiengeführte Mineral Hills Winery machen das Städtchen auch kulinarisch interessant.
In Salem stehen die maritime Geschichte der Stadt und die berüchtigten Hexenprozesse im Mittelpunkt. Kajaktouren entlang der Küste sowie Hexen-Stadtrundgänge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf den Ort.
Im Pioneer Valley in West-Massachusetts führen die Bicycle Food Tours entlang kleiner Farmen. Dabei gibt es zahlreiche lokal produzierte Lebensmittel zu kosten.
Rhode Island: Prachtvolle Küstenvillen und Naturidylle
Newport ist für seine prunkvollen Herrenhäuser aus dem Gilded Age (Vergoldetes Zeitalter) bekannt. Führungen durch die historischen Anwesen vermitteln Einblicke in das Leben der amerikanischen Elite vergangener Zeiten. Der Cliff Walk eröffnet gleichzeitig einen Blick auf die Villen und den Atlantik.
Das Küstenstädtchen Narragansett spricht Erholungssuchende und Naturfreunde an. Strände, kleine Boutiquen, Restaurants und das Galilee Bird Sanctuary prägen den Charakter des Ortes.
Vermont: Städte und Natur zu Fuß entdecken
In Woodstock sorgen Farmers Markets, Festivals und Paraden das ganze Jahr über für Leben im Ortskern. Entlang der Central Street und Elm Street finden sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Der nahegelegene Mt. Peg bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft.
Middlebury liegt inmitten der sanften Hügellandschaft des Champlain Valleys. Diese lässt sich auf dem TAM Trail, der rund um den Ort führt, erkunden. Für Kunstinteressierte empfiehlt sich ein Besuch des Middlebury College Museum of Art oder ein Spaziergang über den Universitätscampus mit zahlreichen öffentlichen Kunstinstallationen.
Für Entschleunigung sorgen die Vermont Inn-to-Inn Walking Tours. Die mehrtägigen, selbstgeführten Wanderungen führen durch kleine Orte, vorbei an Seen, Bächen und historischen Gasthäusern und eröffnen Einblicke in das ländliche Vermont.



